Railonyx · FirePro Integration

    Löschsysteme für Schienenfahrzeuge

    Kompakte, modulare Aerosol-Löschsysteme für elektrische Schaltschränke, Traktionsumrichter, Batteriebereiche, Maschinenräume und weitere technische Zonen im Schienenverkehr.

    Schutzkonzept anfragen
    Kondensierte Aerosoltechnologie

    Lokale Brandbekämpfung ohne Druckbehälter und komplexes Rohrnetz.

    FirePro-Generatoren enthalten das feste FPC-Löschmittel. Bei Aktivierung wird es in ein kondensiertes Aerosol umgewandelt, das sich im geschützten Volumen verteilt und die chemischen Kettenreaktionen der Verbrennung unterbricht.

    Nach Herstellerangaben erfolgt die Löschung ohne wesentliche Sauerstoffreduzierung. Die modularen, nicht druckbeaufschlagten Generatoren lassen sich einzeln oder kombiniert an das jeweilige Schutzvolumen anpassen und mit geeigneter Detektion, Steuerung und Überwachung zu einem vollständigen Löschsystem verbinden.

    15 Jahre

    Produktlebensdauer

    Herstellerangabe für FirePro-Aerosolgeneratoren.

    0 bar

    Nicht druckbeaufschlagt

    Fester FPC-Compound im Ruhezustand.

    A · B · C · F

    Brandklassen

    Gemäß FirePro-Angaben nach EN-Klassifikation.

    Modular

    Skalierbare Auslegung

    Einzelne oder kombinierte Generatoren.

    Passende FirePro-Produkte für Rail

    Von kompakten Schaltschränken bis zu größeren Technikbereichen.

    01 · CYLINDRICAL

    Zylindrische Generatoren

    FP-12SE bis FP-500SE für kleine und mittlere, umschlossene Volumen. Die kompakte Bauform eignet sich besonders für elektrische Schaltschränke, Wechselrichter, Traktionsumrichter und lokal begrenzte Technikzonen.

    02 · BOX TYPE

    Box-Generatoren

    FP-1200 bis FP-5700 für größere Schutzvolumen. Mögliche Anwendungen sind Technikräume, Maschinenbereiche, Energieversorgung, elektrische Räume und größere fahrzeugnahe Anlagen.

    03 · VELEX

    Fahrzeug-Löschsystem

    VELEX kombiniert lineare Wärmedetektion, Steuerung, Flüssiglöschmittel und FirePro-Aerosol in einer hybriden Fahrzeuglösung. Die konkrete Übertragbarkeit auf ein Bahnprojekt muss technisch und zulassungsseitig geprüft werden.

    Geschützte Fahrzeugbereiche

    FirePro nennt technische Zonen im Rolling Stock als Einsatzfelder.

    Lokomotiven

    Antriebs- und Maschinenbereiche mit konzentrierter elektrischer und thermischer Brandlast.

    Traktionsumrichter

    Leistungselektronik, Inverter und Converter in kompakten, überwachten Gehäusen.

    Schaltschränke

    Elektrische Verteilungen, Steuerungen und Hilfsbetriebe mit lokalem Schutzvolumen.

    Batteriebereiche

    Projektbezogene Konzepte zur Flammenkontrolle und Begrenzung der Brandausbreitung.

    Unterflurmodule

    Geschlossene Technikboxen mit erschwertem Zugang und hoher Bedeutung für die Verfügbarkeit.

    Maschinenräume

    Dieselaggregate, Hilfsenergie, Pumpen und weitere technische Einbauten.

    Elektrische Räume

    Technikbereiche in Fahrzeugen, Depots und bahnnaher Infrastruktur.

    Sonderfahrzeuge

    Rettungszüge, Messwagen, Instandhaltungs- und Schneeräumfahrzeuge.

    Zylindrische Generatoren

    Kompakte Baureihe für lokale Schutzvolumen.

    Die folgenden Werte stammen aus der aktuellen FirePro-Produktübersicht. Die Auswahl erfolgt nicht allein nach der Baugröße, sondern anhand des tatsächlichen Schutzvolumens, der Öffnungen, Temperaturbedingungen, Brandlasten und geforderten Haltezeit.

    ModellFPC-MasseAbmessungenGewichtAustragszeit
    FP-12SE12 gH 89 mm · Ø 32 mm190 g ±5 %2–4 s
    FP-20SE20 gH 151 mm · Ø 32 mm302 g ±5 %3–6 s
    FP-40SE40 gH 151 mm · Ø 51 mm660 g ±5 %4–8 s
    FP-80SE80 gH 197 mm · Ø 51 mm940 g ±5 %4–8 s
    FP-100SE100 gH 156 mm · Ø 84 mm1.370 g ±5 %5–10 s
    FP-200SE200 gH 186 mm · Ø 84 mm1.805 g ±5 %5–10 s
    FP-500SE500 gH 296 mm · Ø 84 mm3.270 g ±5 %5–10 s

    Abmessungen teilweise ohne Anschlussgehäuse; Gewichte ohne Halterung. Quelle: FirePro Cylindrical Generators ↗

    Detektion, Aktivierung & Überwachung

    Ein Löschgenerator wird erst durch das Gesamtsystem zur Bahn-Lösung.

    01

    Detektion

    Geeignete Rauch-, Wärme- oder lineare Wärmedetektion erkennt den Brand im definierten Schutzbereich.

    02

    Auswertung

    Brandmelde- oder Löschsteuerung bewertet Signale, überwacht Leitungen und bildet die Ursache-Wirkungs-Logik ab.

    03

    Vorwarnung

    Alarmierung, Zeitverzögerung, Abschaltungen und Verriegelungen werden passend zu Personen- und Fahrzeugschutz definiert.

    04

    Aktivierung

    Elektrische, thermische oder duale Aktivierung wird entsprechend der FirePro-Ausführung und Systemarchitektur festgelegt.

    05

    Löschung

    Das kondensierte Aerosol verteilt sich im Schutzvolumen und unterbricht die Verbrennungsreaktion.

    06

    Fahrzeugreaktion

    Meldungen an HMI oder TCMS sowie Abschaltung von Energie, Lüftung oder Antrieb werden projektspezifisch integriert.

    VELEX Fahrzeugplattform

    Hybride Löschwirkung für geeignete Motor- und Maschinenbereiche.

    Systemkomponenten

    • Steuergerät
    • Linearer Wärmemelder (LHD)
    • Edelstahlrohrleitungen mit 12 mm Durchmesser
    • Düsen und Schutzkappen
    • Löschmittelbehälter mit Flüssigwirkstoff
    • FirePro-Behälter mit festem FPC-Compound
    • Feuerbeständige Leitungen
    • Optionaler Signalgeber mit Blitzleuchte

    Herstellermerkmale

    • Nicht druckbeaufschlagte Technologie im Ruhezustand
    • Duale Wirkung aus Flüssiglöschmittel und kondensiertem Aerosol
    • Niedrigste angegebene Betriebstemperatur −30 °C
    • 10 Jahre angegebene Systemlebensdauer
    • UNECE-R107-Zertifizierung und KBA-Typgenehmigung für bestimmte Straßenfahrzeuganwendungen
    • Geringer Wartungsbedarf laut Hersteller
    Wichtige Abgrenzung: Die auf der FirePro-Seite genannte UNECE-R107- und KBA-Genehmigung betrifft bestimmte Straßenfahrzeuge. Eine Eignung oder Zulassung für Schienenfahrzeuge darf daraus nicht automatisch abgeleitet werden und muss separat projektbezogen nachgewiesen werden.

    Quelle: FirePro VELEX Vehicle Fire Suppression System ↗

    Bahnreferenz

    FirePro dokumentiert Anwendungen im internationalen Schienenumfeld.

    Eurostar · Batterie- und Elektrobereiche

    FirePro beschreibt ein Projekt für technische Gebäude im Eurostar-Instandhaltungsumfeld. Geschützt wurden Batterieräume, elektrische Schaltschränke und elektrische Räume. Für einzelne Batterieschränke wurden eigenständige Systeme vorgesehen, sodass bei Detektion über lineare Wärmekabel nur das zugehörige Löschsystem aktiviert wird.

    Als eingesetzte Generatoren nennt FirePro FP-80, FP-100S und FP-3000. Die modulare, leichte Ausführung und der geringe Wartungsbedarf waren laut Fallstudie entscheidende Projektkriterien.

    Einordnung: Diese Referenz belegt eine Anwendung im Bahnumfeld, ist jedoch kein pauschaler Zulassungsnachweis für den Einbau im Fahrzeug.

    Quelle: FirePro Eurostar Case Study ↗ · FirePro Rolling Stock FAQ ↗

    Normen & Produktnachweise

    International geprüft – im Bahnprojekt dennoch konkret nachzuweisen.

    FirePro nennt unter anderem Produktnachweise und Standards wie EN 15276, ISO 15779, UL 2775 und NFPA 2010. Welche Nachweise für eine konkrete Generatorausführung, Einbauart, Region und Fahrzeugplattform gelten, muss anhand der aktuellen Herstellerdokumentation und Projektanforderungen geprüft werden.

    Railonyx-Prüfprinzip: Generatorauswahl, Löschmittelmenge, Halterung, Temperatur- und Vibrationsanforderungen, elektrische Aktivierung, Sicherheitsabstände, Abschaltlogik, Personenwarnung sowie Fahrzeug- und Brandschutznormen werden vor Einsatz projektspezifisch bewertet und dokumentiert.

    Quelle: FirePro Certificates & Approvals ↗ · FirePro Technology ↗

    Railonyx Projektleistung

    Von der Risikoanalyse bis zur dokumentierten Inbetriebnahme.

    01

    Risiko & Schutzziel

    Brandlasten, Fahrzeugbereich, Öffnungen, Lüftung und geforderte Reaktion erfassen.

    02

    Systemauslegung

    Generatoren, Detektion, Steuerung, Aktivierung und Sicherheitsfunktionen festlegen.

    03

    Integration

    Halterungen, Verkabelung, HMI, TCMS, Abschaltungen und Dokumentation umsetzen.

    04

    Prüfung & Service

    Alarm- und Auslöseketten testen, Übergabe dokumentieren und Lebenszyklus betreuen.

    Produkt 02 · Wassernebel für Rail

    Mehrzonen-Löschnebelsystem für technische Bereiche im Schienenfahrzeug.

    Das System nutzt Wasser und Stickstoff, um über ein fest installiertes Rohrnetz einen fein verteilten Löschnebel in der ausgewählten Schutzzone auszubringen. Die Architektur ist für mehrere getrennte Bereiche skalierbar und lässt sich mit Brandmeldezentrale, Druck-, Füllstands- und Temperaturüberwachung verbinden.

    Schema eines elektrisch überwachten Zwei-Zonen-Wassernebel-Löschsystems für Schienenfahrzeuge
    01Branddetektion und Zonenzuordnung
    02Öffnen des Flaschen- und Bereichsventils
    03Stickstoff setzt den Wasserbehälter unter Druck
    04Mischkammer erzeugt das Löschmedium
    05Düsen verteilen den Wassernebel lokal
    01 · BEREITSCHAFT

    Getrennte Medien im Ruhezustand

    Der Stickstoff befindet sich in der Vorratsflasche, das Löschwasser im überwachten Wasserbehälter. Flaschen- und Bereichsventile sind geschlossen; die Brandmeldezentrale überwacht die angeschlossenen Zustände.

    02 · BRANDERKENNUNG

    Alarm und eindeutige Zonenzuordnung

    Die Brandmeldezentrale wertet die Detektion aus und bestimmt die betroffene Löschzone. Abhängig von der projektierten Ursache-Wirkungs-Matrix können Voralarm, Abschaltungen und Freigabebedingungen ausgeführt werden.

    03 · AKTIVIERUNG

    Stickstoffversorgung wird freigegeben

    Nach der Löschfreigabe öffnet das Flaschenventil. Der Konstantdruckregler begrenzt den Arbeitsdruck auf den vorgesehenen Wert; Gasfilter, Druckminderer sowie Sicherheitsventil und Berstscheibe sichern den Stickstoffpfad ab.

    04 · WASSERFÖRDERUNG

    Der Wasserbehälter wird beaufschlagt

    Der geregelte Stickstoff gelangt über das Tankeingangsventil in den Wasserbehälter und fördert das Löschwasser über das Tankausgangsventil zur Mischkammer. Behälterseitige Sicherheitsarmaturen schützen vor unzulässigem Druck.

    05 · NEBELERZEUGUNG

    Wasser und Treibgas werden zusammengeführt

    In der Mischkammer entsteht das für das Rohrnetz vorgesehene Löschmedium. Das elektrisch angesteuerte Bereichsventil der ausgewählten Zone öffnet; die übrigen Zonen bleiben geschlossen.

    06 · LÖSCHUNG & RÜCKMELDUNG

    Feiner Wassernebel wird lokal ausgebracht

    Die Düsen verteilen den Wassernebel im definierten Schutzbereich. Der zonenbezogene Druckschalter bestätigt den Druckaufbau und liefert eine Rückmeldung an die Brandmeldezentrale.

    Überwachte Komponenten gemäß Schema

    • Flaschenventil und Druckschalter
    • Füllstand des Wasserbehälters
    • Behälterheizung
    • Temperaturfühler
    • Tankausgangsventil
    • Bereichsventile der Löschzonen
    • Druckschalter je Zone
    • Alarm-, Stör- und Auslösezustände
    Systemvariante A

    Autarkes Wassernebelsystem

    Mechanisch aufgebaute Löschmittelversorgung mit Stickstoff-Vorratsflasche, Konstantdruckregler, Wasserbehälter, Sicherheitsarmaturen, zonenweiser Verteilung und Druckschalter je Schutzzone.

    • Nicht dauerhaft druckbeaufschlagter Wasserbehälter
    • Bereichsventile für Zone 1 bis n
    • Füllstands- und Temperaturüberwachung
    • Elektrische Heizung für geeignete Umgebungsbedingungen
    • Sicherheitsventile und Berstscheiben
    Systemvariante B

    Elektrisch überwachtes Wassernebelsystem

    Erweiterte Ausführung mit elektrischer Rückmeldung und Ansteuerung zentraler Komponenten über die Brandmeldezentrale. Ventile, Druckzustände, Füllstand, Heizung und Temperatur können in die Diagnose- und Ereignislogik eingebunden werden.

    • Überwachte elektrische Auslösung
    • Zonenventile mit elektrischer Ansteuerung
    • Status- und Störmeldungen an die Brandmeldezentrale
    • Nachvollziehbare Ursache-Wirkungs-Matrix
    • Anbindung an HMI oder Fahrzeugsteuerung projektspezifisch möglich
    Projektbezogene Auslegung: Düsenanordnung, Löschwassermenge, Stickstoffvorrat, Rohrdimensionierung, Zahl der Zonen, Frostschutz, Halterungen sowie elektrische Überwachung werden anhand des Fahrzeugbereichs und der geltenden Bahn- und Brandschutzanforderungen festgelegt.
    FirePro für Ihr Bahnprojekt

    Löschsystem passend zu Fahrzeug, Brandrisiko und Schutzvolumen.

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